Die Gründung: Laut Informationen aus Akten, Archiven und Protokollen der Altgemeinde Altenoythe stehen folgende Daten zur Verfügung.

     Im Jahre 1912 wurde die freiwillige Feuerwehr erstmals ins Leben gerufen. Der erste Brandmeister war Georg Borghard König. Die erste Wehr hatte eine Stärke von 6 Personen. Die Feuerwehrmänner waren aus der näheren Umgebung des Feuerwehrgerätehauses zusammengestellt. Es handelte sich hierbei um folgende Personen:

     1. Georg König als Brandmeister geb. 06.07.1881, gef 20.12.1918 2. Heinrich Timmermann geb. 02.04.1874, gest. 11.05.1950 3. Johann Bernd König geb. 17.11.1876, gest. 26.05.1937 4. Georg Bernhard Wimberg geb. 23.02.1884, gef 29.07.1916 5. Gerhard Duen geb. 12.07.1896, gest. 18.10.1982 6. Theodor Elsen geb. 09.04.1892, gef 14.04.1945

    Das damalige "Spritzenhaus" befand sich an der Waterhörn, ausgestattet mit einer Handspritze. Im Jahr 1936 wurde seitens der Gemeinde eine Tragkraftspitze angeschafft, diese musste jedoch mit einem Anhänger transportiert werden. Nachdem Georg König im ersten Weltkrieg gefallen war, wurde für einige Jahre Theodor Elsen sein Nachfolger. Der von Theodor Elsen geführten Wehr gehörten nun 10 Mitglieder an:

    1. Gerhard Timmermann 2. Peter Schnarhelt 3. Johann Schumacher 4. Johann von Garrel 5. Hans Schulte 6. Heinrich Alberding 7. Hermann Heitgerken 8. Heinrich Alberding 9. Fritz Bauken 10. Bernhard Tholen Von 1920 bis 1956 wurde die Feuerwehr von Gerhard Timmermann geführt.

    Bis zum Jahre 1939 hatte sich die Zahl der Mitglieder auf 18 Mann erhöht. Folgende Personen waren der Feuerwehr beigetreten: 1. Theodor Elsen 2. Julius Kock 3. Anton Bischoff 4. Theodor Reil 5. Hermann Möller 6. Gerhard Lührken 7. Hermann Meinerling 8. Gerhard Cloppenburg

    1939 wurde die Gemeinde Altenoythe eine Großgemeinde. Die ehemalige Gemeinde Bösel wurde der Gemeinde Altenoythe zugeordnet. Ein Jahr später erhielt die Gemeinde Altenoythe einen Maschinenwagen von der Gemeinde Garrel. Hier konnte die Motorenspritze angehangen werden. Hier gab es öfter Probleme, dass nicht beide Teile gemeinsam untergebracht werden konnten. Daher wurde die Tragkraftspritze im Saal von Johann Brand untergestellt. Während des Krieges wurden die Mitglieder der Feuerwehr zum Kriegsdienst eingezogen. Es wurde eine Notdienstmannschaft gegründet. Dieser gehörten an:

    1. Gerhard Duen 2. Gerhard Timmermann 3. Bernhard Tohlen 4. Peter Wegmann 5. Bernhard Brörmann 6. Bernhard Lübbers

    Ende des Krieges, im April 1945 wurde die komplette Ausrüstung der Feuerwehr bei einem Fliegerangriff zerstört. Von 1945 bis 1956 übernahm die Stadt Friesoythe den Brandschutz für Altenoythe, Kampe und Edewechterdamm.

 Die Neugründung: Nachdem schon der Gemeinderat im Jahr 1950 beschlossen hatte, ein neues Feuerwehrhaus zu bauen und eine eigene Feuerwehr für die Gemeinde Altenoythe einzurichten, ging dieses jedoch erst 1956 in Erfüllung. (Original Abschrift vom Protokoll, Quelle: Archiv der Stadt Friesoythe) Am 11. Dezember 1956 fand in der Gastwirtschaft Brand in Altenoythe eine Besprechung bezgl. der Gründung einer Feuerwehr in Altenoythe statt. Die damalige Gemeindeverwaltung Altenoythe hatte hierzu alle Interessierten aus der Gemeinde aufgerufen. Bürgermeister Keller begrüßte die Anwesenden, besonders Herrn Kreisbrandmeister Reuding, Herrn Utmann von der Firma Domeyer aus Bremen und den Gemeindedirektor Stratmann. Bürgermeister Keller gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass so viele Interessenten erschienen waren. Er erklärte, dass die Gemeinde sich darum bemüht habe, die neue Wehr ordnungsgemäß auszurüsten. Es müsse eine Freude sein, in dieser freiwilligen Feuerwehr Mitglied zu sein. Alsdann übergab er Kreisbrandmeister Reuding das Wort. Reuding bedankte sich für die Einladung und begrüßte die zahlreich erschienenen Interessenten. Er schilderte zunächst die Schwierigkeiten der Errichtung einer Feuerwehr. Er erklärte, dass man auf Grund der Kriegsereignisse schwer zu arbeiten hätte, um sämtliche Wehren im Landkreis wieder aufzubauen.

    Im Jahre 1942 seien im Landkreis insgesamt 11 Gerätehäuser gebaut worden. Der gesamte Kreis verfüge jetzt über 23 Einheiten. Nunmehr habe auch die Gemeinde Altenoythe ein neues Gerätehaus nach moderner Art errichtet und komfortabel ausgestattet. Es müsse, wie auch schon Bürgermeister Keller sagte, eine Lust sein hier mitzuwirken. Er könnte von sich aus bestätigen, auf Grund seiner vielen Dienstjahre, dass hier eine Kameradschaft geübt werde, wie man sie noch von der Wehrdienstzeit kenne. Da nun hier eine ganz neue Wehr zu gründen ist, sei es erforderlich, dass zunächst eine Gruppe ordnungsgemäß ausgebildet wird. Zu einer Gruppe gehören 9 Mann und er schlug vor, dass diese unbedingt an einem Gruppenführerlehrgang in Loy teilnehmen. Da hier genügend Mitglieder vorhanden waren, schlug er vor, 2 Gruppen zu bilden, alsdann seien zu wählen: 1 Gemeindebrandmeister 1 Ortsbrandmeister 2 Zugführer Bezüglich der Teilnahme an einem Lehrgang in Loy erklärte Kreisbrandmeister Reuding noch, dass dieses jedem möglich sei. Jeder Teilnehmer erhalte außer Vergütung der Fahrtkosten, freie Kost, eine Wohnung und 15,00 DM. Alsdann wurde festgestellt, wer der freiwilligen Feuerwehr beitreten wollte. Daraufhin meldeten sich folgende Mitglieder:

    Hans Schuhmacher, Josef Speckmann, Heinrich Tholen, Theo Tholen, Fritz Meyer, Meinhard Meyer, Hans Meyer, Gerhard Schumacher, Bernhard Niemeyer, Heinrich Schütte, Heinrich Blome, Hans Elsen, Helmerich Duen, Wilhelm Scheibe, Georg Banemann, Gerhard Hodes, Hans Wimberg, Gerhard Sprock, Heinrich Niemeyer, Theo Bauken, Hans Brand, Bernhard Kock, Julius Luttmann

    Auf Anfrage meldeten sich hiernach folgende Mitglieder für einen Grundlehrgang in Loy für die Zeit vom 28.01. Bis 02.02.1957: Hans Schuhmacher, Gerhard Hodes, Heinrich Tholen, Heinrich Blome, Heinrich Schütte, Hans Wimberg Für den Lehrgang vom 21.01. Bis 26.01.1957 meldeten sich: Wilhelm Scheibe, Gerhard Sprock, Josef Speckmann Nachdem der Brandschutz der Stadt Friesoythe für die Gemeinde Altenoythe aufgehoben wurde, da Altenoythe selbst wieder über eine neue Feuerwehr verfügte, führte Gerhard Sprock über 25 Jahre die freiwillige Feuerwehr Altenoythe. Er konnte somit sein 25jähriges Jubiläum im Kreise seiner Feuerwehrmänner, der Stadtverwaltung und der Abgeordneten des Landkreises feiern. Im Frühjahr 1957 konnte das neue Feuerwehrgerätehaus bezogen werden. Altenoythe verfügte nunmehr für damalige Verhältnisse über zwei Feuerwehrfahrzeuge, sowie einem modernen Feuerwehrhaus.

    Im Frühjahr 1970 wurde die Jugendfeuerwehr von Gerhard Sprock gegründet. Es war damals die erste Jugendfeuerwehr im Landkreis Cloppenburg, mit Gerhard Hodes als Jugendwart. Da sich die Feuerwehr ständig vergrößerte wurde der Platz knapp. Daraufhin wurde im Jahr 1973 der Versammlungsraum durch einen Flachdachanbau vergrößert. 1982 war das Feuerwehrhaus in Altenoyhte neu erstellt und mit einem neuen Löschfahrzeug ausgerüstet. Gerhard Sprock gab seinen Dienst aus gesundheitlichen Gründen auf. Sein Nachfolger wurde Heinrich Tholen. Heinrich Tholen wurde zum Hauptbrandmeister und sein Stellvertreter Josef Timmermann zum Oberlöschmeister befördert.

    Die Altenoyther Feuerwehr verfügte mittlerweile über zwei Tanklöschfahrzeuge und einem Löschgruppenfahrzeug. Bis zum April 1992 übte Heinrich Tholen das Amt des Ortsbrandmeisters Der freiwilligen Feuerwehr Altenoythe aus. Danach trat er aus Altersgründen von diesem Posten zurück und Josef Timmermann, sein Stellvertreter übernahm dieses Amt. Am 24.01.1996 taten die Kameraden zusammen, die das Alter für das Ausscheiden aus dem aktiven Dienst erreicht hatten, und gründeten mit 12 Kameraden die Altersabteilung. Diese trifft sich einmal im Monat und nimmt natürlich auch weiterhin an Veranstaltungen der Feuerwehr teil. Es wird jedes Jahr ein Ausflug geplant, ein Maigang gemacht sowie eine Weihnachtsfeier. Auch die Frauen der verstorbenen Kameraden werden zu den Treffen der Altersabteilung eingeladen.

    Am 3.März 200 wurde Hubert Burrichter zum Brandmeister gewählt und löste somit Josef Timmermann ab. Aufgrund persönlicher Gründe und internen Unstimmigkeiten trat Herr Burrichter am 11. November 2002 vorzeitig von seinem Posten als Ortsbrandmeister zurück. Von diesem Zeitpunkt an wurde sein Stellvertreter Harald Hömmen kommissarisch als Brandmeister eingesetzt. Dieser wurde am 17.01.03 auf einer Mitgliederversammlung gewählt und leitete bis Anfang 2009  als Ortsbrandmeister die freiwillige Feuerwehr Altenoythe. Nach seinem Rücktritt rückte sein stellvertreter Jens Feye nach, der auf der nächsten Sitzung von den Kameraden gewählt wurde und dieses Amt bis zum heutigen Tag bekleidet.

    Die Feuerwehr hat zur Zeit 39 aktive Mitglieder. Sie leisten durchschnittlich 1200 Stunden für Dienst- und Übungsabende, 700 Stunden für Einsätze und 100 Stunden für allgemeine Zwecke. Sie verfügen über ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 sowie einem MTW.     

     Weitere Posten werden besetzt durch Helmut Hodes als stellvertretender Ortsbrandmeister, Marc Fenners als Atemschutz-gerätewart, Markus Kalder als Schriftführer und Gerhard Schulte als Gruppenführer. Die Feuerwehr Altenoythe ist mit 9 Meldeempfängern ausgestattet, die 24 Stunden am Tag von den Mitgliedern mit sich geführt werden.

Die Jugendfeuerwehr Altenoythe eine sehr aktive Gruppe, aus der regelmäßig der Nachwuchs für die Einsatzabteilung rekrutiert wurde und noch immer wird. Die Jugendfeuerwehr Altenoythe besteht zur Zeit aus 14 Jungs und Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren. Die Mädchen und Jungen stehen unter der Leitung von Jugendwart Markus Kalder und Helena Themann. Trotzdem ist die Leitung auf Hilfe von Betreuern angewiesen, diese sind aber meist in den eigenen Reihen schnell gefunden.

 

2011 lag die Mitgliederzahl bei der aktiven Feuerwehr Altenoythe bei 27 aktiven Kameraden und 4 aktive Kameradinnen.

 

Durch einige Neuaufnahmen kommen wir nun auf folgende Daten:

 

34 aktive Kameraden und 5 aktive Kameradinnen versehen heute ihren Dienst.

 



 

 

Funktionen seit 15.03.2013:

 

Ortsbrandmeister:

Jens Feye

 

stellv. Ortsbrandmeister:

Helmut Hodes

 

Gruppenführer:

Gerhard Schulte

 

Stellvertretender Gruppenführer:

Stefan Reiners

 

Schriftführer:

Markus Kalder

 

Gerätewart:

Antonius Gröneweg

 

Sicherheitsbeauftragter:

Erwin Oltmann

 

Atemschutzgerätewart:

Marc Fenners

 

Jugendwart:

Markus Kalder

 

Sicherlich hat sich in den Jahren einiges geändert. Sind es die Fahrzeuge, die Geräte, die Ausrüstung oder die Vorschriften. Besonders die Einsätze haben sich für die freiwilligen Helfer geändert. Eine immer größere psychische Belastung, besonders durch Verkehrsunfälle oder andere Hilfeleistungen lasten auf den Schultern der Kameraden. Eines hat sich und Wird Sich jedoch nie ändern:

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr